Rezept von der Insel: lauwarme Forellenfilets an gebuttertem Baguette, im Motorblock gegart.

Der oder die eine oder andere dürfte schon aus dem Internet von dieser phänomenalen Koch- & Gartechnik gehört haben, die sich bestens in den stressigen Tour-Alltag integrieren lässt: bekömmliches Niedertemperaturgaren im Motorblock.
Diese praktische Methode nutzt die Hitze des Motors, um auf einer längeren Autobahnstrecke ganz nebenbei köstliches Grillgut zu erzeugen. Wir möchten Euch dieses Geschmackserlebnis nicht vorenthalten und stellen unser Lieblingsrezept vor, zum «nachkochen» heiß empfohlen: lauwarme Forelle an gebuttertem Baguette.

 

Zutaten

  1. Eine beliebige Anzahl tiefgefrorener, ganzer Forellen (Achtung, NICHT antauen lassen! Sonst besteht die Gefahr, dass die Tiere nach dem Garprozess vollständig vom Eis befreit sind!)
  2. Pfeffer (frisch gemahlen)
  3. 1/3 Baguette pro Fisch (KEIN Flûte!)
  4. Butter (für das Baguette)

Preparing food can be tough.
Preparing food CAN be a tough job only real men can do.

Zubereitung

  1. Baguette und Butter im Handschuhfach beiseite stellen (Baguette notfalls durchbrechen).
  2. Die gefrorene Forelle auf ein großzügiges Stück Alufolie legen.
  3. Jetzt wird es ein bisschen kniffliger: ordentlich pfeffern! Nur so erhält das Gericht sein typisches Aroma.
  4. Den gewürzten Fisch in der Alufolie luftdicht einknüllen.
  5. Schritte 2-4 mit den anderen Forellen wiederholen, falls vorhanden.
  6. Die Motorhaube öffnen.
  7. Die leckeren Päckchen strategisch sinnvoll darin verteilen (Achtung: NICHT mit Gaffa-Tape fixieren, da dieses schmelzen und mit seinen Klebstoffdämpfen das zarte Aroma der Edelfische zerstören kann).
  8. Die Motorhaube schließen.
  9. Ca. 3-4 Stunden sehr schnell auf der Autobahn fahren ohne anzuhalten. Kleiner Tip: im Winter die Heizung im Fahrzeuginnenraum ausgeschaltet lassen, da diese sonst unnötig Wärme aus dem Motorblock zieht.
  10. Am Ziel angekommen, werden die Forellen aus der Folie gewickelt. Das Baguette längs aufschneiden oder -reißen, dick mit Butter bestreichen (traditionell werden hierfür die Finger verwendet, aber es geht auch ein Messer) und mit dem angetauten Fisch belegen.
  11. Et voilà: nur weil das Tourleben so hektisch ist, muss man noch lange nicht auf gesunde Ernährung verzichten, die auch noch so richtig lecker schmeckt!

In einer «eingedeutschten» Variante dieses Rezepts kann man den Fischkopf vor dem Verzehr abtrennen. Feinschmecker verzichten aber darauf, und genießen den knusprig-kalten Biss dieser halbgefrorenen Delikatesse.

 

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